Immer ein Erkennungszeichen

Zur traditionellen Bekleidung eines Mitgliedes der Pfadibewegung gehört jedoch nicht nur das Pfadihemd, sondern auch ein Foulard, welches um den Hals getragen wird.

Die Idee für das Pfadifoulard, oftmals auch Pfadikrawatte genannt, entstammt ebenfalls Baden-Powells Zeit in Afrika. Dieses wurde aber nicht aus ästhetischen Gründen entworfen, sondern hatte einen ganz praktischen Zweck: es sollte den Nacken tagsüber vor der starken Sonneneinstrahlung schützen. Doch auch als Taschentuch oder Verband bei Verletzungen war das Foulard zu gebrauchen. Seine Multifunktionalität machte es schliesslich zu einem Teil der Pfadibekleidung.

Heute dienen die verschiedenfarbigen Foulards den einzelnen Pfadigruppen als Erkennungszeichen. So kann jede Gruppe ihr eigene Pfadifoulard gestalten und gerade bei internationalen Anlässen werden die Foulards als Geste der Freundschaft oft untereinander getauscht. Ein gutes Beispiel dafür war das Contura08 - Bundeslager im Sommer 2008.

Die ersten Exemplare zu Gründungszeiten waren jedoch allesamt grün. Der Pfadiknoten im Foulard wurde übrigens  erst später erfunden. Er sollte die Pfadfinderinnen und Pfadfinder daran erinnern jeden Tag eine gute Tat zu vollbringen. Sobald diese Tat vollbracht worden war, konnte der Knoten gelöst werden. Jedoch tragen heute die meisten Pfadis ihr Foulard mit dem Knoten, auch nach den vollbrachten guten Taten.